Warum sollten Unternehmen Bitcoin nutzen?

Warum sollten Unternehmen Bitcoin einsetzen
– und wie können sie dadurch profitieren?

Diese Frage beschäftigt derzeit wahrscheinlich einige Unternehmerinnen und Unternehmer. Daher möchte ich Ihnen hier einige Ideen und Impulse zu diesem Thema mitgeben.


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Viele Unternehmen, dessen Kerngeschäft selbst oft nicht technologiezentriert ist, setzen sich schon heute mit Verwahrung von Geldmitteln innerhalb des Unternehmens, Thematiken wie Währungskursschwankungen bei internationalen Geschäften und dem Kampf gegen die steigende Inflation sowie Geldmenge in den letzten Jahren auseinander. Auch beschäftigen sich viele Unternehmen derzeit mit der Umstellung von Zahlungsangeboten für die Kunden – von Bargeld zu Apple & Google Pay; von Überweisungen zu Paypal-Transaktionen. Dies geht oft einher mit steigenden Transaktionsgebühren.

Dies wirft für viele Unternehmen die Frage auf, ob nicht alle oder zumindest eines dieser Probleme in Zukunft durch digitale Währungen wie Bitcoin und Co. gelöst werden könnte. Digitale Währungen – oft auch als Kryptowährungen bezeichnet – haben in den letzten Jahren einen starken Boom erfahren und werden oft als als „Allheilmittel“ für viele (Geld-)Probleme hergezogen.

Drei Herausforderungen der heutigen Zeit möchte in diesem Artikel daher näher beleuchten:

  1. Inflationsgeschützte Wertaufbewahrung
  2. Internationale Transaktionen – Günstig & ohne Währungsrisiko
  3. Alternatives Zahlungsmittel – Effizienter & Günstiger als Apple Pay und Co.

Vorab werde ich kurz den Begriff Bitcoin einführen. Falls Sie sich bereits näher mit dem Thema auseinandergesetzt haben, überspringen Sie diesen Teil gerne.

Bitcoin: Eine Kurzeinführung

Der Begriff Bitcoin beschreibt vieles – ein Zahlungsmittel, eine Technologie, eine Community und vieles mehr. Der Kerngedanke hinter Bitcoin kann dabei wie folgt zusammengefasst werden: „Das Bitcoin-Netzwerk ist ein öffentliches computer-gestütztes Netzwerk, welches das Senden und Erhalten von Werteinheiten – Bitcoins – ermöglicht.“ Dieses Bitcoin-Netzwerk basiert dabei auf einer Kerntechnologie: Der Blockchain-Technologie. Die Blockchain-Technologie ermöglicht es, dass alle Zahlungsinformationen innerhalb des Bitcoin-Netzwerks über alle Teilnehmer verteilt, unwiderruflich und unveränderbar gespeichert werden können.

Eine weitere wichtige Eigenschaft des Bitcoin ist die Verteilung der Bitcoins sowie die maximale Umlaufmenge. Alle Bitcoins werden in abnehmender Höhe alle 10 Minuten an einen aktiven Teilnehmer des Netzwerks ausgeschüttet. Dieser aktive Teilnehmer (auch „Miner“ genannt) muss dafür eine Rechenleistung für das Netzwerk bereitstellen, wodurch die Ausschüttung der Bitcoins (derzeit 6,25 Bitcoin pro 10 Minuten) als Belohnung für die geleistete Arbeit angesehen werden kann. Insgesamt ist die maximale Umlaufmenge auf 21 Millionen Bitcoin begrenzt.

Jeder kann an dem Bitcoin-Netzwerk teilnehmen – dafür benötigt es nur ein Smartphone oder einen Computer. Es gibt keine zentrale Institution. Jeder Teilnehmer hat die selben Rechte im Netzwerk.

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1. Inflationsgeschützter Wertspeicher

Durch die begrenzte Anzahl an verfügbaren Bitcoins (21 Millionen) wird Bitcoin oft als perfekter Wertspeicher ohne Inflationsgefahr dargestellt – und simpel betrachtet ist dies auch so. Ein Bitcoin wird immer ein Bitcoin bleiben und es wird niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Doch wir wissen auch bereits, dass Bitcoin derzeit noch eine jährliche Inflationsrate von 1,5% aufweist (durch die regelmäßige Ausschüttung an aktive Teilnehmer) und derzeit keinesfalls wertstabil ist. Bitcoin bleibt zwar ein Bitcoin, aber der Wert in Euro oder US-Dollar schwankt teils um über 10% am Tag.

Können Unternehmen Bitcoin also nicht als Wertspeicher nutzen? Doch.

Derzeit befindet sich Bitcoin noch in seiner Entwicklungsphase, welche eine noch hohe Volatilität sowie auch eine Preissteigerungspotenzial mit sich bringt. Doch die Volatilität sinkt seit der Einführung in 2009 stetig und wurde bisher immer mit Preissteigerungen belohnt. Daher mag Bitcoin derzeit noch nicht der perfekte Wertspeicher sein. Doch er kann es werden. Mit einer Marktkapitalisierung von aktuell ca. 800 Milliarden US-Dollar bildet Bitcoin bereits heute fast 10% der Marktkapitalisierung von Gold ab.

Unternehmen nutzen daher bereits heute Bitcoin also kombinierten Wertspeicher & Anlageprodukt. Einige Unternehmen wie Tesla investieren einen Teil ihres liquiden Kapitals in Bitcoin, um sich einerseits gegen Inflation und ein Erhöhung der Geldmenge zu schützen sowie eine potentielle Rendite zu erwirtschaften.

2. Internationale Transaktionen – Günstig & ohne Währungsrisiko

Neben der Funktion als Anlagewert und Wertspeicher hat Bitcoin natürlich auch seine eigentliche Hauptfunktion. Der Erfinder Satoshi Nakamoto hat in seinem Whitepaper Bitcoin als „A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ bezeichnet. Bitcoin soll also als Zahlungsmittel genutzt werden: Elektronisches Bargeld. Das Senden und Empfangen von Bitcoins ist die Kernfunktion des Netzwerks und führt dies seit 2009 auch problemlos aus.

Ein paar Fakten:
Derzeit kann das Bitcoin-Netzwerk etwa 2.500 Transaktionen pro 10 Minuten verarbeiten. Die Kosten für eine Transaktion liegen aktuell bei 1 bis 3 Euro pro Transaktion (Stand: 09. Januar 2022). Die Bestätigungszeit für eine Transaktion liegt in der Regel bei 20-30 Minuten.

Sieht dies nach einem guten Zahlungsmittel aus? Im ersten Augenblick nicht. Zu geringe Transaktionsgeschwindigkeit, zu hohe Kosten und eine zu lange Bestätigungszeit. Aber Bitcoin hat andere Stärken und Lösungen für aufgeführten Probleme.

Der große Vorteil des Bitcoin-Netzwerks ist, dass es wie das Internet weltweit agiert und es keine Unterschiede über die Landesgrenzen hinweg gibt. Die selbe Währung und der selbe Zahlungsprozess – egal ob in New York, Kapstadt oder Hong Kong. Das bedeutet, dass auch eine Transaktionen zwischen der Großstadt New York und einem kleinen Dorf in Nigeria den gleichen Regeln folgt – 1 bis 3 Euro pro Transaktion, 20 bis 30 Minuten Bestätigungszeit. Egal ob nur 10 Euro oder 10.000.000.000 Euro transferiert werden. Das ist revolutionär.

Die Vorteile für internationale Transaktionen:

  • Geringe & landesunabhängige Transaktionsgebühren (nur 1 bis 3 Euro)
  • Unbegrenzte Transaktionsbeträge

Diese Vorteile machen Bitcoin zu einer idealen Währung für internationale Transaktionen. Falls Zahlungen direkt in Bitcoin getätigt werden und diese auch nach Empfang in Bitcoin behalten werden, fallen zudem keine Wechselgebühren.

3. Alternatives Zahlungsmittel – Effizienter & Kostengünstiger als Apple Pay und Co.

Für internationale Zahlungen scheint Bitcoin sehr geeignet zu sein. Doch wie sieht es mit alltäglichen Zahlungen aus, die heute mittels Smartphone, Kreditkarte oder Überweisung getätigt werden.

Hier wird man schnell feststellen, dass sowohl die Anzahl an möglichen Transaktionen (nur ca. 4 Transaktionen / Sekunde) als auch die Transaktionsgebühren von 1 bis 3 Euro zu hoch für einzelne Transaktionen – z.B. um seine Brötchen beim Bäcker zu bezahlen.

Doch die Bitcoin-Community hat dafür Lösung geschaffen. Unlimitierte & günstige Transaktionen in Echtzeit. Diese Lösung nennt sich Lightning-Netzwerk. Das Lightning-Netzwerk fungiert als Layer-2 (zweite Ebene) Lösung, welche auf dem Bitcoin-Netzwerk auffsetzt und damit eine Abstraktionsschicht bildet.

Mithilfe des Lightning-Netzwerks können abseits des Bitcoin-Netzwerks unendlich viele Transaktionen stattfinden, welche nur bei Bedarf in der Bitcoin Blockchain verankert werden. Somit können bspw. eine Millionen Lightning-Transaktionen stattfinden, welche mit nur einer einzigen finalen Transaktionen ins Bitcoin-Netzwerk geschrieben.

Während der Lightning-Transaktionen behalten alle direkten Teilnehmer einer Transaktion kontinuierlich die Hoheit über die eigenen Bitcoin und können die finale Transaktion ins Bitcoin-Netzwerk jederzeit auslösen.

Die Vorteile des Lightning-Netzwerks:

  • Versenden von Kleinstbeträgen durch niedrige Transaktionskosten (>= 0,01 Euro)
  • Hohe Transaktionsvolumen durch die Unabhängigkeit vom Bitcoin-Netzwerk

Damit macht das Lightning-Netzwerk Bitcoin zu einem effizienten Zahlungsmittel für Unternehmen und deren Privatpersonen. Wie sich die Transaktionskosten in Zukunft entwickeln, ist derzeit noch nicht sicher absehbar. Sehr wahrscheinlich werden sie aber auch zukünftig im niedrigen Cent-Bereich verbleiben.

Da sich das Lightning-Netzwerk noch in der „Early Adopter“-Phase befindet, wird es spannend zu sehen sein, wie Unternehmen dies in den nächsten Jahren implementieren werden.

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